Auf den Spuren von Jochen Rindt wandelten mehr als 1.000 Besucher beim FF-Frühschoppen am Firmenareal des Transportunternehmens Schlager in Saxen. Gleich fünf ehemalige Rennboliden der Motorsportlegende waren zu bestaunen. Die Stimmung erreichte den Höhepunkt als Joe Willenpart und Sepp Manhalter eine spektakuläre Drift-Show auf den Asphalt zauberten. Dieser einmalige Regentanz bleibt unvergessen!
Joe Willenpart besitzt weltweit die größte Sammlung an originalen Jochen Rindt – Rennwagen. Nach Saxen karrte er aus seinem umfangreichen Fuhrpark edle Glanzstücke aus der Colin Chapman Lotus Schmiede. Ein echter Leckerbissen für alle Fans historischer Renngeräte!
Lotus 63
Ein Formel I Auto mit Allradantrieb, gebaut und eingesetzt 1969. Die beiden Stammfahrer Graham Hill und Jochen Rindt, hatten keine rechte Freude mit diesem Einsatzwagen, der schwer zu fahren und durch den komplexen Antrieb auch schwierig abzustimmen war. Das beste Ergebnis erzielte Rindt mit dem zweiten Platz beim Oulton Park Gold Cup Race 1969. Das Rennen zählte allerdings nicht zur Weltmeisterschaft. Jochen klagte, dass der Wagen extrem gefährlich sei.
Lotus 49
Jochen Rindt gewann mit diesem Auto am 5. Oktober 1969 in Watkins Glen/USA seinen ersten Grand Prix. 1970 feierte er damit seinen wahrscheinlich genialsten Sieg in Monaco. Es war jenes unvergessliche Rennen, in dem er in der letzten Kurve an Jack Brabham vorbei fuhr, der sich unter dessen Druck verbremste.
Lotus 72
Mit dem revolutionären Lotus 72/2 gewann Rindt in Zandvoort, Clermont-Ferrand, Brands Hatch und Hockenheim vier Grand Prix in ununterbrochener Reihenfolge, einer der größten Individualleistungen in der Geschichte. Das Modell 72 gewann über 6 Jahre Formel 1 Grand Prix Rennen, heute undenkbar. Im Lotus 72/2 verunglückte Jochen tödlich im Abschlusstraining für den Grand Prix in Monza am 5. September 1970 beim Anbremsen zur ultraschnellen Zielkurve Parabolica. Das Wrack soll laut FIA und Familie Chapman nie wieder aufgebaut werden.Mit dem ausgestellten Lotus 72/1 hat Jochen dokumentierte Entwicklungsarbeit im April 1970 geleistet. Damit sehen Sie den einzigen "überlebenden" Lotus 72, den Jochen je gefahren hat. Es ist NICHT der Unfallwagen. 72/1 hat eine reichhaltige Vergangenheit mit Jochen Rindt, John Miles, Graham Hill, Jo Siffert und Emerson Fittipaldi.
Doch das ist noch lange nicht alles: Sepp Manhalter - vielfacher österreichischer Staatsmeister stellt den BMW M 1-Renner aus der Procar Serie zur Schau. Dieser Supersportwagen lief damals im Rahmenprogramm der Formel I, leistet 470 PS, erreicht 310 km/h Spitze und hat einen irren Sound. Für Benzinduft in der Luft sorgen Startversuche der Rennagregate. Bei den Laufgeräuschen der Motoren werden die Herzen der Motorsportfans höher schlagen. Zu sehen sind auch einige Rennboliden, die bei der Mühlviertel Rallye über den Saxenring donnerten.
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